Allgemeine Informationen

Übersicht

Karte der Isle of Eigg

Harvie-Brown, J.A. and Buckley, T. E., Karte von 1892

Die Isle of Eigg bildet gemeinsam mit Canna, Rhum und Muck die „Small Isles“ im Westen Schottlands. Die Inselgruppe liegt etwa 10 Kilometer vom festland entfernt und gehört zu den Inneren Hebriden.

Das wesentliche Merkmal der Insel ist der gewaltige Berg An Sgurr, mit seiner gewaltigen Felsennase. Auf Eigg leben nur rund 70 Personen. Hauteinnahmequelle sind Schaftzucht und Tourismus. Bis Ende der 90er Jahre war die Insel in Privatbesitz, seither sind die Grundstückspreise geradezu explodiert.

Eigg ist ein herrliches Reisziel wenn man auf der Suche nach Ruhe und Natur ist. Es gibt (auf der einzigen Straße) so gut wie keinen Verkehr, keine Kinos, keine Discos. Dafür ist Eigg ein Paradies für Wanderer, Entdecker und Abenteurer.

Die Insel hat viele unheimliche Legenden – und wer einmal im Nebel den Heimweg gesucht hat, weiß woher sie kommen.

 

Essen

Es gibt nur zwei Restaurants, das Galmisdale Bay (früher bekannt als Tearoom) in Galmisdale und das Lageorna in Cleadale, die sich an entgegengesetzten Enden der Insel befinden.

Einkaufsmöglichkeiten für Selbstversorger gibt es in Galmisdale.

Geschichte von Eigg

Die Isle of Eigg hat eine, bis in die nahe Vergangenheit, bewegte Geschichte hinter sich.

Die Insel ist seit der Bronzezeit besiedelt.

Im 7. Jahrhundert befand sich ein Kloster auf der Insel bis eine lokale Herrscherin 617 sämtliche Mönche ermorden ließ.

Im Mittelalter gehörte die Insel zum Reich des Clan Donald, einem der größten Schottischen Clans.

Im 19. Jahrhundert lebten rund 500 Menschen auf der Insel.

Im 20. Jahrhundert war die Insel Eigentum wechselnder Landlords.

Erst im 21. Jahrhundert gelang es den Insulanern, ihre Insel zurückzukaufen.

Die Legende der Massacre-Cave
Im 16. Jahrhundert führte eine Fehde zu einem furchtbaren Massaker auf der Insel. Der Legende nach sollen einige Männer des McLeods Clan mehrere Frauen von Eigg überfallen haben. Den Männern von Eigg gelang es, die Angreifer zu fassen. Sie setzten die McLeod Männer auf ein Floß und ließen sie aufs offene Meer treiben.

Wie durch ein Wunder wurden die McLeod Männer gerettet und schworen Rache. Mit großer Verstärkung griffen sie die Insel an. Die Bewohner von Eigg versteckten sich in einer großen Höhle, die ihnen durch den niedrigen Eingang gut zu verteidigen schien. Ein tödlicher Fehler.

Nach mehreren Tagen wurde das Versteck entdeckt. Die Angreifer warteten auf günstigen Wind und entfachten dann ein Feuer vor der Höhle, die sich schnell mit Rauch füllte. Wer versuchte aus der Höhle zu fliehen wurde erschlagen, wer blieb erstickte jämmerlich. 395 Menschen sollen Höhle, die heute als Massacre-Cave bekannt ist, ums Leben gekommen sein. Nur eine alte Frau, die sich an einem anderen Ort versteckt hielt, soll überlebt haben.

Der Wahrheitsgehalt dieser Sage ist oft bezweifelt worden. Ausgrabungen im 18ten und 19ten Jahrhundert förderten jedoch menschliche Überreste zu Tage.

Die Cathedral Cave
Nur wenige hundert Meter von der Massacre-Cave entfernt, befindet sich die Cathedral-Cave. Eine Höhle mit großem Eingang. Hier sollen während der religiösen Unruhen 1745 heimlich katholische Gottesdienste abgehalten worden sein.

Nachbarinseln

Karte der Small Isles von 1654

Karte der Small Isles von 1654

Rhum (Rum)
Die größte Insel der „Small Islands“ ist die Insel Rhum. Eigentlich trägt sie den Namen Rùm, aber der ehemalige Eigentümer wollte nicht den alkoholschwangeren Namen „Laird of Rum“ tragen und benannte die Insel kurzerhand um. Auf der Insel sind lange Wanderungen möglich. Auf Rhum kann man in einem echten englischen Schloss, dem Kinloch Castle Hostel wohnen.

Muck
Muck ist die kleinste der vier Inseln. Gerade einmal 30 Menschen leben hier. Es gibt einige Übernachtungsmöglichkeiten.

Canna
Die letzte der kleinen Inseln is Canna. Sie liegt, vom Festland aus gesehen, versteckt hinter Rhum. Vor 200 Jahren lebten fast 450 Menschen auf der Insel. Heute sind es nur noch 12.

Auf allen vier „Small Islands“ gibt es regelmäßig Programme um die Insel wiederzubevölkern. Besonders gesucht sind handwerklich begabte Menschen. Mehr Infos in den folgenden Links.

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